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Römische Kaiserzeit, Constantinus II., Caesar, Follis 321, ss-vz

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Produktbeschreibung

Constantinus II., Caesar 317-337. AE-Follis 20 mm 321 Trier. Drapierte und gepanzerte Büste r. FL CL CONSTANTINVS IVN N C / BEATA TRANQVILLITAS Globus auf Altar, darauf VOTIS XX, Münzz. RIC 312; sehr schön - vorzüglich

Zusatzinformation

Gebiet 1 Römische Kaiserzeit
Regent Constantinus II., Caesar
Regierungszeit 317-337
Nominal Follis
Prägezeit 321
Münzstätte Trier
Material AE
Erhaltung sehr schön - vorzüglich
Katalog RIC 312
Durchmesser 20 mm
Artikelnummer 27310

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Historisch-Numismatische Hintergrundinformationen


Constantinus II., Caesar

Constantinus II.

Der neue "Seniorkaiser". FLAVIUS CLAUDIUS CONSTANTINUS wurde 314 oder 316 in Arles wahrscheinlich als ältester Sohn des Kaisers Constantinus I. und der Kaiserin Fausta geboren. Bereits als Kleinkind erhielt 317 er zusammen mit seinem Halbbruder Crispus und seinem Vetter Licinius II. den Caesarentitel. Als Achtzehnjähriger nahm er als nomineller Feldherr an einem erfolgreichen Kriegszug gegen die Goten teil (332). Bald danach erhielt er die Herrschaft über Gallien, Spanien und Britannien (335) und residierte in Trier. Nach dem Tode des Vaters im Jahre 337 stieg er, von Senat und Armee bestätigt, wie seine Brüder, zum Augustus auf.

Constantinus II.

Der Mord an Dalmatius, dessen Gebiete nun aufgeteilt werden mussten, entzweite die Brüder. Constantinus II. wollte Thrakien und die Hauptstadt Constantinopolis, weil er als ältester Sohn Anspruch auf die Seniorenstelle mit dieser Residenz und dem Gesetzgebungsrecht zu haben glaubte. Nach langen Beratungen erzielte man folgende Einigung, die aber nur von kurzer Dauer war: Constantius II. erhielt Constantinopolis und den Osten, Constans erhielt das Erbe des Dalmatius, während Constantinus II. als Senior die Vormundschaft über den Jüngsten, Constans, zusammen mit dem Gesetzgebungsrecht ausüben sollte. Nach einem erfolgreichen Feldzug gegen die Sarmaten an der Donau begann Constans, um seine Selbständigkeit zu beweisen, eigene Gesetze zu erlassen.

Dadurch provozierte der jugendliche Augustus seinen Vormund, so dass es schließlich zum Bruder- und Bürgerkrieg kam (340). Constantinus II. marschierte mit einem großen Heer über die Alpen nach Oberitalien, geriet aber bei Aquileia (Norditalien) in einen Hinterhalt. Er verlor die Schlacht vollständig, wurde schwer verwundet und während der Friedensverhandlungen ermordet. Rom blieb zunächst zweigeteilt unter der Brüderherrschaft von Constantius II. und Constans.

Constantinus II.

Zur Münzgeschichte: Die meisten erhaltenen Prägungen dieses Herrschers stammen aus seiner Regierungszeit als Caesar unter seinem Vater (317-337). Es sind vor allem Bronzemünzen, die in dieser Zeit immer kleiner werden (Inflation) und die in allen Reichsmünzstätten geprägt wurden. Die Münzen seiner Augustuszeit (337-340) sind seltener. Obwohl die Portraits flach geschnitten sind, treten die Züge auf gut erhaltenen Stücken scharf und individuell hervor.


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