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Römische Kaiserzeit, Maximinus I., Sesterz 236-238, ss+

Römische Kaiserzeit, Maximinus I., Sesterz 236-238, ss+
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Produktbeschreibung

Maximinus I. 235-238. Messing-Sesterz 31 mm 236-238 Rom. Büste r. mit Lorbeerkranz MAXIMINVS PIVS AVG GERM / SALVS AVGVSTI S C Salus thront l. mit Schale und füttert Schlange vor Altar. RIC 85; sehr schön +
braune Patina

Zusatzinformation

Gebiet 1 Römische Kaiserzeit
Regent Maximinus I.
Regierungszeit 235-238
Nominal Sesterz
Prägezeit 236-238
Münzstätte Rom
Material Messing
Erhaltung sehr schön +
Katalog RIC 85
Gewicht 23,47 g
Durchmesser 31 mm
Artikelnummer 43276

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Historisch-Numismatische Hintergrundinformationen


Maximinus I.

Maximinus I.

Mit GAIUS IULIUS VERUS MAXIMINUS gen. THRAX (der Thraker) wurde erstmals ein völlig ungebildeter 62-jähriger Mann, Sohn eines Goten, Kaiser (235). Dieser hünenhafte Barbar war in seiner Jugend bereits dem Kaiser Septimius Severus als starker Ringer aufgefallen und wurde, direkt vom Feld, wo er Vieh hütete, unter die Soldaten gesteckt.

Maximinus I.

Seine rohe Kraft und seine Tapferkeit - er rühmte sich, mit einem Faustschlag einem Pferd das Gebiss einschlagen oder gegen mehrere Gegner gleichzeitig kämpfen zu können - ließen ihn schnell die militärische Karriereleiter bis zum Statthalter und Feldherrn emporsteigen. Ein Zeichen dafür, wie stark das römische Heer bereits barbarisiert war. Dieser Kaiser, der 173 als Bauernsohn in Thrakien geboren worden war, bot seiner Umgebung, wie berichtet wird, einen "überaus furchterregenden Anblick". Es passte zu ihm, was ebenfalls überliefert ist, dass er große Mengen von Fleisch und Wein in sich hineinstopfen konnte.

Maximinus I.

Diesen Menschen also hatte Severus Alexander zum Befehlshaber seines Heeres gemacht, das gegen die Alemannen geführt werden sollte. Während der Vorbereitungen kam es zur Meuterei und zum Mord an Severus Alexander und seiner Mutter. Neuer Kaiser wurde Maximinus.

Der thrakische Emporkömmling disziplinierte das Heer, beseitigte die Germanengefahr am Rhein und schlug sein Feldlager in Sirmium (Belgrad) auf, um die Daker und Sarmaten in Schach zu halten. Von hier aus ruinierte er mit seiner eigenwilligen Steuerpolitik, die eher einer Plünderung und Enteignung glich, die Wirtschaft und die führende bürgerliche Schicht.

Maximinus I.

Er verfolgte die Besitzenden, die Anhänger der Severer und die Christen grausam und unerbittlich. Rom betrat er nie. Ohnmächtig musste der Senat seinem Treiben zusehen. Als es wieder zu Enteignungen kam, erhob sich in Africa eine Opposition unter Gordianus. Der Senat stellte Gegenkaiser auf und ächtete Maximinus. Daraufhin marschierte der Soldatenkaiser nach Norditalien, versagte aber hier, weil es ihm nicht gelang, das befestigte Aquileia einzunehmen. Am 10.5.238 wurde er von seinen eigenen enttäuschten Soldaten erschlagen. Der Sieger über Germanen, Sarmaten und Daker war der erste einer langen Reihe von Soldatenkaisern, die die nächsten 50 Jahre das Imperium beherrschen sollten.

Zur Münzgeschichte: Seine Münzen stammen aus Rom, wohl auch aus Sirmium und Lugdunum (Lyon). Vorwiegend handelte es sich um Denare und Sesterzen. Die frühen Prägungen zeigen sein Portrait mit einem außerordentlich weit vorspringenden Kinn, das treffend seine Brutalität kennzeichnet.

Maximinus I.


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