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Römische Kaiserzeit, Constantinus I., Halbe Siliqua um 330, ss-vz/vz

Römische Kaiserzeit, Constantinus I., Halbe Siliqua um 330, ss-vz/vz
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Produktbeschreibung

Constantinus I. 307-337. Halbe Siliqua 13 mm um 330 Constantinopel. Drapierte Büste der Roma r. mit Diadem / K. Sutherland Taf. 13; sehr schön-vorzüglich / vorzüglich, Randfehler, kl. Stempelfehler auf Rs.
selten

Zusatzinformation

Gebiet 1 Römische Kaiserzeit
Regent Constantinus I.
Regierungszeit 307-337
Nominal Halbe Siliqua
Prägezeit um 330
Münzstätte Constantinopel
Material Silber
Erhaltung sehr schön-vorzüglich / vorzüglich
Erhaltungszusatz Randfehler, kl. Stempelfehler auf Rs.
Katalog Sutherland Taf. 13
Katalog 2 Slg. Trau 3995
Gewicht 1,11 g
Durchmesser 13 mm
Artikelnummer 55736

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Historisch-Numismatische Hintergrundinformationen


Constantinus I.

Constantinus I.

Alleinherrscher des römischen Reiches. Förderer des Christentums, geehrt als der Große. Als sein Vater Constantius Chlorus, Caesar in der 1.Tetrarchie unter Diocletianus und Maximianus Herculius, Theodora, die Stieftochter des Maximianus Herculius, heiratete, begab sich der unehelich geborene CONSTANTINUS nach einem Aufenthalt in Gallien an den Hof des Diocletianus in Nicomedia (Kleinasien in der heutigen Türkei). Nach der Abdankung des Diocletianus im Jahre 305 kehrte Constantinus zu seinem Vater nach Gallien und Britannien zurück und wurde nach dessen Tod (306) von den Truppen dort zum neuen Augustus ausgerufen. Er fand keine Zustimmung des Augustus Galerius, der Severus II. zu seinem Mitaugustus machte und Constantinus nur als Caesar akzeptierte. Erst im Jahre 310 war Constantinus allgemein anerkannter Mitkaiser neben Galerius Maximianus, Maximinus Daia und Licinius I. (4 Augusti) und dem umstrittenen Augustus Maxentius in Rom.

Noch vor dem Tod des Maximinus Daia (313) besiegte Constantinus im Einvernehmen mit Licinius I. seinen Rivalen Maxentius, Sohn des Maximianus Herculius, 312 an der Milvischen Brücke. Diesen Sieg wollte er unter dem Zeichen des Christengottes errungen haben. Es wird nämlich berichtet, dass Constantinus aufgrund eines Traumes ein Feldzeichen mit den griechischen Anfangsbuchstaben des Namens Christi (X und P) habe anfertigen lassen und so den Sieg vom Gott der Christen verliehen bekommen habe. Durch seinen Sieg wurde Constantinus Herr über die westliche Reichshälfte. Mit Licinius I. verkündete er das so genannte Toleranzedikt von Mailand, das im ganzen Reich das Christentum nicht nur erlaubte, sondern auch begünstigte. Andersgläubigen wurde ihre freie Religionsausübung belassen.

Die Beziehungen zwischen den beiden Kaisern verschlechterten sich in der Folgezeit. Im Jahre 324 konnte sich Constantinus als Alleinherrscher des gesamten römischen Reiches durchsetzen. Später wandte sich Constantinus immer mehr dem Christentum zu, verhalf diesem nach den Christenverfolgungen unter Diocletianus, Galerius Maximianus und Maximinus II. Daia zum Durchbruch und bestimmte, obwohl noch nicht getauft, weitgehend das christliche Konzil von Nicaea.

Constantinus hat in seiner Regierungszeit einer ganzen Epoche Roms seinen Stempel aufgedrückt. Deshalb erhielt er den Beinamen der Große. Er starb im Jahre 337, nachdem er sich vorher noch hatte taufen lassen.

Zur Münzgeschichte: Hauptmünze zur Zeit seiner Herrschaft ist wie schon bei seinen Vorgängern der immer kleiner werdende Follis aus Bronze. Constantinus führte eine neue Währung, den Solidus, ein, eine Goldmünze, die zwar etwas leichter (4,55 g) jedoch im Schrötling breiter als der Aureus war.

Constantinus I.

Constantinus I.

Sie wurde über Byzanz bis ins Mittelalter hinein zur Standardmünze Europas. Auch die Silberwährung wurde geändert. Neue Silbermünze war die Siliqua, die in etwa dem Argenteus des Diocletianus entspricht, und eine größere Silbermünze, die Miliarense.


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