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Römische Kaiserzeit, Julia Soaemias, Mutter des Elagabal, Denar, vz

Römische Kaiserzeit, Julia Soaemias, Mutter des Elagabal, Denar, vz
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Produktbeschreibung

Julia Soaemias, Mutter des Elagabal +222. Denar 19 mm Rom. Zeitgenössische barbarische Imitation: Drapierte Büste r., Trugschrift IVLIA SOAEMIAS AVGVSTA / Trugschrift VESTA Thronende Vesta l. hält Simpulum und Zepter. RIC 248; vorzüglich

Zusatzinformation

Gebiet 1 Römische Kaiserzeit
Regent Julia Soaemias, Mutter des Elagabal
Regierungszeit +222
Nominal Denar
Münzstätte Rom
Material Silber
Erhaltung vorzüglich
Katalog RIC 248
Gewicht 3,37 g
Durchmesser 19 mm
Artikelnummer 73242

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Historisch-Numismatische Hintergrundinformationen


Julia Soaemias, Mutter des Elagabal

Julia Soaemias, Mutter des Elagabal

JULIA SOAEMIAS BASSIANA wurde um das Jahr 175 als Mitglied einer einflussreichen Familie in der syrischen Stadt Emesa geboren. Dort war ihr Großvater Priesterfürst des Sonnengottes Elagabal. Dieser Religion hatte sich auch Soaemias völlig verschrieben und sie sollte ihr späteres Leben entscheidend bestimmen.

Um 193 heiratete Soaemias den Syrer S. Varius Marcellus. Ritterlichen Standes, durchlief er eine beispielhafte Karriere. Er zeichnete sich durch kluge Verwaltungsarbeit in den Provinzen aus und brachte es schließlich bis zum stellvertretenden Stadtpräfekten Roms und Verwalter der Provinz Numidien. Soaemias bekam dadurch eine einflussreiche Position in der römischen Gesellschaft. Durch ihre Tante Julia Domna, Gattin des Kaisers Septimius Severus (193-211), war sie sogar Mitglied des Herrscherhauses.

Im Jahre 204 wurde Soaemias mit Varius Avitus ein Sohn geboren, der früh auf seine Rolle als Priester des Sonnengottes vorbereitet wurde. Er genoss gleichzeitig eine Erziehung am kaiserlichen Hof in Rom durch seine Großmutter Julia Maesa. Die Familie wurde 217 nach Emesa zurückgeschickt, nachdem Kaiser Caracalla, ein Neffe Julia Maesas, ermordet worden war. Julia Maesa war mit der Rolle einer Provinzfürstin nicht zufrieden und suchte nach einem Weg, wieder in das Machtzentrum Rom zu gelangen.

Obwohl erst vierzehn Jahre alt, vermochte Varius Avitus als Priester des Sonnengottes durch ekstatische Riten die syrische Bevölkerung in seinen Bann zu ziehen. Maesa überredete ihre Tochter Soaemias, den Knaben als illegitimen Sohn Caracallas auszugeben. Die Bevölkerung - auch die späteren Geschichtsschreiber - glaubten dies, da eine Ähnlichkeit der Gesichtszüge bestand und zudem Soaemias Lebenswandel nicht den besten Ruf genoss. So vorbereitet schritten die beiden Frauen zur Ausführung des Plans. Der Knabe wurde nachts verkleidet in das Lager der dritten Legion Gallia gebracht, deren Soldaten fast ausschließlich Syrer waren. Am Morgen des 16. Mai 218 präsentierte man den neuen Kaiser Marcus Aurelius Antoninus.

Sofort schlossen sich weitere Heeresabteilungen dem Aufstand an, denn der herrschende Kaiser Macrinus war bei den Soldaten sehr unbeliebt. Großzügige Geldgeschenke Julia Maesas werden ihren Teil zum Gelingen des Coups beigetragen haben.

Julia Soaemias, Mutter des Elagabal

Im Herbst 219 zog der Kaiser - er nannte sich nach seinem Gott jetzt ELAGABAL - in Rom ein. Die folgenden zweieinhalb Jahre der Regierung können nur unzureichend mit dem Wort “bizarr“ beschrieben werden. Elagabal war ein exzentrischer, ausschweifender Herrscher. Schauspieler, Tänzer, Wagenlenker gelangten zu höchsten Regierungsämtern. Der Kult des syrischen Sonnengottes sollte mit all seiner orientalischen Pracht als Staatskult eingeführt werden. Julia Soaemias unterstützte ihren Sohn und nahm aktiv an dem Treiben teil. Am 11. März 222 beendete ein Aufstand der Leibgarde den unhaltbaren Zustand. Elagabal und seiner Mutter Julia Soaemias wurden die Köpfe abgeschlagen, die Körper nackt durch die Straßen der Stadt geschleift. Soaemias Leichnam verschwand im Abfall und Elagabals Überreste nahm der Tiber auf.

Zur Münzgeschichte: Julia Soaemias erhielt den Titel einer Augusta kurz nach der Machtergreifung ihres Sohnes am 16. Mai 218. In ihrem Namen wurden Münzen in Gold, Silber und unedlem Metall geprägt, wobei die Goldmünzen extrem selten sind. Auf den Münzrückseiten werden fast ausschließlich weibliche Gottheiten dargestellt wie Venus, Juno oder die aus dem Osten stammende Göttermutter Kybele.


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