German English French Russian
Mein Warenkorb

Sie haben keine Artikel im Warenkorb.

Römische Kaiserzeit, Antoninus Pius, Aureus 140-143, f.vz/ss+

Römische Kaiserzeit, Antoninus Pius, Aureus 140-143, f.vz/ss+
7.000,00 €
Differenzbesteuert gem. §25a UStG, zzgl. Versandkosten
Lieferzeit: 3–5 Tage
ODER

Produktbeschreibung

Antoninus Pius 138-161. Aureus 19 mm 140-143 Rom. Kopf rechts mit Lorbeerkranz ANTONINVS AVG PIVS P P TR P COS III / LIBERALITAS AVG III Antoninus Pius auf einem niedrigen, perspektivisch wiedergegebenen Podium in Toga auf einem curulischen Sessel n. l. sitzend, neben ihm steht die Liberalitas im langen Gewand, Füllhorn in der Linken, Zählbrett in der erhobenen Rechten haltend; vor dem Podium steht ein römischer Bürger in Toga n. r., mit beiden Händen das Gewand zu einem Bausch formend, um die vom Kaiser ausgegebenen Geldstücke aufzufangen. RIC 75; GOLD, fast vorzüglich / sehr schön +
herrliches Portrait und dynamische Rs.-Darstellung

Zusatzinformation

Gebiet 1 Römische Kaiserzeit
Regent Antoninus Pius
Regierungszeit 138-161
Nominal Aureus
Prägezeit 140-143
Münzstätte Rom
Material Gold
Erhaltung fast vorzüglich / sehr schön +
Katalog RIC 75
Katalog 2 Calicó 1568
Gewicht 7,15 g
Durchmesser 19 mm
Artikelnummer 76384

Sie könnten auch an folgenden Produkten interessiert sein

Römische Kaiserzeit, Severus Alexander, Sesterz 226, ss/ss+

Römische Kaiserzeit, Severus Alexander, Sesterz 226, ss/ss+

240,00 €
inkl. 19% MwSt., zzgl. Versandkosten
Lieferzeit: 3–5 Tage
Römische Kaiserzeit, Diverse Herrscher, Diverse Nominale

Römische Kaiserzeit, Diverse Herrscher, Diverse Nominale

25,00 €
inkl. 19% MwSt., zzgl. Versandkosten
Lieferzeit: 3–5 Tage
Römische Kaiserzeit, Maximinus I., Sesterz 237, ss

Römische Kaiserzeit, Maximinus I., Sesterz 237, ss

280,00 €
inkl. 19% MwSt., zzgl. Versandkosten
Lieferzeit: 3–5 Tage
Römische Kaiserzeit, Septimius Severus, Denar 205, vz

Römische Kaiserzeit, Septimius Severus, Denar 205, vz

120,00 €
inkl. 19% MwSt., zzgl. Versandkosten
Lieferzeit: 3–5 Tage

Historisch-Numismatische Hintergrundinformationen


Antoninus Pius

Antoninus Pius

Pietätvoller und "guter" Adoptivkaiser Noch kurz vor seinem Tod bestimmte Hadrianus am 25.2.138 den bereits 51- jährigen TITUS AELIUS ANTONINUS zu seinem Nachfolger. Er war dazu gezwungen, weil Aelius, der eigentlich vorgesehene und adoptierte Thronfolger (Caesar seit 136), im Januar des Jahres 138 vorzeitig gestorben war. Hadrianus adoptierte Antonius unter der Bedingung, dass dieser seinerseits Marcus Aurelius und Lucius Verus adoptiert.

Hadrianus wollte die Thronfolge für das Reich über zwei Generationen sichern, ein Plan, der sich tatsächlich erfüllte. Der neue Kaiser Antoninus Pius, 86 n. Chr. in Lanuvium (in der Nähe von Rom) geboren, stammte von einer Familie aus der gallischen Provinz ab. Als er die Alleinherrschaft am 10.7.138 antrat, hatte er bereits eine erfolgreiche Beamtenlaufbahn hinter sich (120 Konsul, 134/135 Statthalter der Provinz Asia). Am Tage seiner Adoption wurde Antoninus Pius auch seine erste Tribunengewalt übertragen, ein Jahrestag, der für die Datierung von Münzen von Bedeutung sein kann, da bei ihm die Erneuerung der Tribunengewalt jeweils nicht wie sonst, ab 10. Dezember, sondern ab 25. Februar gerechnet wurde. Durch seine Heirat mit Annia Galeria Faustina der Älteren, die sehr begütert war, wurde er zu einem der reichsten Männer seiner Zeit.

Antoninus Pius

Zuerst trat Antoninus Pius im kaiserlichen Rat und im Senat für die Consecratio (=Vergöttlichung) des Hadrianus so entschieden ein, dass er den Beinamen Pius (= der Pietätvolle, das Andenken seines Vorfahren Wahrende) erhielt. Während seiner Regierung bestand ein harmonisches Verhältnis zum Senat, die Verwaltung war geordnet, die Rechtsprechung human - im Ganzen ein Zeitalter, das sprichwörtlich für Wohlstand und Frieden, ja Glück stand. Seine Außenpolitik sah ihre Aufgabe darin, die Grenzsicherungen weiter zu stabilisieren (z. B. Antoninus-Wall in Schottland). Er wahrte klug nach außen und innen den Frieden und konnte wegen seiner sparsamen Verwaltung einen Staatsschatz von 2 Milliarden und 700 Millionen Sesterzen für schlechte Zeiten ansammeln. Antonius unternahm jedoch weder große Reisen wie sein Vorgänger, noch folgte er dessen Vorliebe für das Griechentum. Konservativ eingestellt wie er war, versuchte er durch die 900-Jahr-Feier Roms (147) Erinnerungen an das alte Rom wieder aufleben zu lassen und durch die Erneuerung altitalischer Kulte und uralter Feste dem Eindringen orientalischer religiöser Vorstellungen, vor allem der Magna Mater (Cybele), vorzubeugen.

Antoninus Pius

Wegen seiner Bestrebungen, mit Rom und dem Kaisertum die Idee der Aeternitas (Ewigkeit) zu verknüpfen, wurde er als ein neuer Numa Pompilius (der Sage nach 2. etruskischer König, 7. Jh. v. Chr.) gefeiert. Dieser legendäre König galt den Römern als Inbegriff eines Friedensstifters, eines Begründers und Wahrers von Sitte, Recht und Ordnung.

Besonders auffällig waren die hohen Ehrungen, die Antoninus Pius seiner früh verstorbenen Gemahlin Faustina der Älteren zukommen ließ (Vergöttlichung, eigener Tempel und viele posthume Münzprägungen). Als er nach einer 23-jährigen Regierungszeit starb, wurde er im März 161 unter allen Ehren konsekriert und seine Asche im Hadriansmausoleum beigesetzt.

Antoninus Pius
Antoninus Pius

Zur Münzgeschichte: Die meisten seiner Prägungen stammen aus Rom. Ob auch in den Provinzen Reichsmünzen geprägt worden sind, ist unsicher. Im Ganzen fallen die Schrötlinge der Denare und Sesterzen nicht mehr so gleichmäßig rund wie unter Hadrianus aus, sondern eher oval oder unregelmäßig. Manchmal sind die Schrötlinge der Denare sehr knapp.


© MÜNZHANDLUNG RITTER 2017