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Römische Kaiserzeit, Nero, Aureus 65-66, vz+/ss-vz

Römische Kaiserzeit, Nero, Aureus 65-66, vz+/ss-vz
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Produktbeschreibung

Nero 54-68. Aureus 65-66 Rom. Kopf r. mit Lorbeerkranz NERO CAESAR AVGVSTVS / SALVS Thronende Salus l., hält Schale. RIC 59; GOLD, vorzüglich + / sehr schön-vorzüglich, feiner Stempelglanz
herrliches ausdrucksstarkes Portrait in hohem Relief

Zusatzinformation

Gebiet 1 Römische Kaiserzeit
Regent Nero
Regierungszeit 54-68
Nominal Aureus
Prägezeit 65-66
Münzstätte Rom
Material Gold
Erhaltung vorzüglich + / sehr schön-vorzüglich
Erhaltungszusatz feiner Stempelglanz
Katalog RIC 59
Katalog 2 Calicó 443
Artikelnummer 77602

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Historisch-Numismatische Hintergrundinformationen


Nero

Nero

Der in Antium (Hafenstadt südwestlich von Rom) im Jahre 37 n.Chr. geborene TIBERIUS CLAUDIUS NERO wurde sorgfältig von dem Philosophen Seneca erzogen. Der Lehrer suchte in dem Jüngling, der als Siebzehnjähriger nach der Ermordung des Claudius den Thron bestieg, die guten Eigenschaften zu wecken und auszubilden. Nero erlangte die Herrschaft in Rom vor allem durch den Ehrgeiz seiner Mutter, Agrippina der Jüngeren, der Namensgeberin von Köln (Colonia Agrippinensis). Nach der Adoption durch Claudius um Jahre 50 heiratete er 53 dessen Tochter Octavia, sodass 54 seiner Erhebung zum Kaiser nichts mehr im Wege stand.

Nero

Die ersten fünf Regierungsjahre, von Seneca und dem Gardepräfekten Burrus geführt und verantwortet, waren durch Milde, eine gerechte Rechtsprechung und eine gut funktionierende Verwaltung gekenn-zeichnet Dennoch wirft die Ermordung des Stiefbruders Britannicus auf Veranlassung Neros (56) einen tiefen Schatten auf dieses helle Bild.

Je mehr sich Nero den Künsten zuwandte - er versuchte sich in Musik, Dichtung, Malerei und Bildhauerei, schließlich als Sänger und Wagenlenker-, desto stärker empfand er den ihm durch die Tradition als Kaiser auferlegten Zwang. Um völlig frei regieren und ganz seinen Neigungen folgen zu können, griff er 59 sogar zum Muttermord (Agrippina) und 62 zum Gattenmord (Octavia). Nach dem Tode von Burrus und dem Rücktritt Senecas fand er in dem neuen Gardepräfekten Tigellinus ein passendes Werkzeug, sodass er nun völlig die traditionellen Vorstellungen von der römischen Kaiserrolle sprengen konnte.

Der große Brand Roms (64) , der viele Menschen obdachlos machte, die durch den Kaiser verursachten Christenverfolgungen (Tod der beiden Apostel Peter und Paul) und die Beanspruchung großer Teile der Innenstadt für die Anlage des goldenen Hauses, eines Riesenpalastes mit See- und Gartenanlagen, rief tiefen Hass und damit im Jahre 65 die Pisonische Verschwörung hervor. Seine Reise als Künstler nach Griechenland 66/67, bei der er 1808 Siegeskränze sammelte, machten ihn als Kaiser untragbar. Einige kommandierende Generäle und die Garde verließen ihn. Nach der Ächtung durch den Senat blieb ihm nur der Freitod. Eine Anektote berichtet, er sei mit folgenden bedauernden Worten gestorben: "Welch ein Künstler stirbt mit mir!"

Nero

Zur Münzgeschichte: Unter Kaiser Nero erfolgte eine erste Gewichtsreduktion des Aureus (Gold) und des Denars (Silber). Eine reiche Vielfalt der Rückseitenbilder auf allen Nominalen und die jetzt klassisch zu nennende römische Portraitkunst kennzeichnen die kaiserlichen Münzen. Besonders schön sind einige der Sesterzen. Geprägt wurde vor allem in Rom, aber auch in Gallien (Lugdunum (?)) und Kleinasien (Caesarea).


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