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Römische Kaiserzeit, Maxentius, Follis 307, vz+

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Produktbeschreibung

Maxentius 306-312. AE-Follis 26 mm 307 Aquileia. Kopf r. mit Lorbeerkranz IMP C MAXENTIVS P F AVG / CONSERV VRB SVAE Viersäuliger Tempel mit thronender Roma, die Globus an Herrscher überreicht, Gefangener zu ihren Füßen; Mzz. AQG. RIC 113; vorzüglich +, Druckstelle, Randausbruch

Zusatzinformation

Gebiet 1 Römische Kaiserzeit
Regent Maxentius
Regierungszeit 306-312
Nominal Follis
Prägezeit 307
Münzstätte Aquileia
Material AE
Erhaltung vorzüglich +
Erhaltungszusatz Druckstelle, Randausbruch
Katalog RIC 113
Gewicht 5,7 g
Durchmesser 26 mm
Artikelnummer 78454

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Historisch-Numismatische Hintergrundinformationen


Maxentius

Maxentius

Maxentius (Marcus Aurelius Valerius) wurde um 279 n. Chr. als einziger Sohn des Maximianus und seiner syrischen Gattin Eutropia geboren. Obwohl er mit Valeria Maximilla, der Tochter des Galerius, seit 293 verheiratet war, erhielt er keinen Platz als Mitregent in der Tetrarchie. Auch als nach der Abdankung der beiden Augusti Diocletianus und Maximianus sowie nach dem Tode des Constantius I. Chlorus neue Tetrarchen ernannt werden mussten (305 n. Chr.), wurde er übergangen.

Maxentius

Da Galerius 3o6 n. Chr. Severus II. zum Augustus und Constantinus zum Caesar machte, ließ Maxentius sich daraufhin nach altem Muster durch die Prätorianer in Rom, die darüber aufgebracht waren, dass Severus, ihre Einheit aufzulösen plante, zum Augustus erheben. Auch viele Bürger Roms sympathisierten mit dem Usurpator, weil sie befürchteten, durch neue Regierungsmaßnahmen Steuern zahlen müssen. Rom, die alte Hauptstadt des Reiches, hatte seit der Gründung der tetrarchischen Residenzen in Mailand und Nicomedia an Bedeutung verloren. Maxentius regierte zunächst unangefochten. Er berief seinen Vater Maximianus, der zusammen mit Diocletanus zurückgetreten war, zum Mitkaiser (3o6 n. Chr.) mit dem Ergebnis, dass sich Mittel- und Süditalien auf seine Seite stellten, ebenso Roms Besitzungen in Afrika, aus denen die Hauptstadt ihr Getreide bezog. So vermochte er sogar seinen Rivalen Severus, den er 307 n. Chr. Gefangen nahm, töten zu lassen. Daraufhin zog nun Galerius selbst gegen ihn, musste aber erfolglos umkehren. Als die Nachricht vom Siege des Maxentius bekannt wurde, schlug sich auch Spanien auf seine Seite. Das wiederum machte Constantinus, seinen Schwager (er war mit Fausta, also der Schwester des Maxentius, verheiratet) zu seinem Gegner, weil auch dieser die spanischen Provinzen beanspruchte.

Maxentius

310 n. Chr. wurde der Vater des Maxentius, Maximinianus, der zu seinem Schwiegersohn geflohen war, dann aber Verrat begangen hatte, von Soldaten Constantins in Marseille ermordet. Deshalb kam es also zwischen den beiden Schwägern und Rivalen 312 n. Chr. zu der berühmten Schlacht an der Milvischen Brücke. In diesem Bürgerkrieg sollen sich auf der Seite des Maxentius 170.000 Legionäre und 20.000 Reiter und auf der Constantins 90.000 Infanteristen sowie 8.000 Reiter gegenübergestanden haben. Tatsächlich aber mag die Armee Constantins nur 40.000 Mann betragen haben, mit der er jedenfalls schnell angriff und Maxentius schlug, nachdem er dessen schwere Reiterei in einen Hinterhalt gelockt hatte. Segusio, Turin, Verona, Modena und ein großer Teil Norditaliens fielen ihm zu, so daß er nach Rom vordringen konnte.

Christliche Schriftsteller haben später in dieser Schlacht den Sieg des Christentums über die heidnische Religion gesehen. Die Taten des Maxentius, der an die alten Traditionen Roms anknüpfen wollte, in übelster Weise verdreht, denn er war weder christenfeindlich, noch tyrannisch, sondern allein traditionsbewusst.

Rom, Maxentius’ Hauptstadt, sollte das Zentrum des Reiches bleiben. Wenn man an die bald danach erfolgte Gründung Constantinopels denkt, hatte er mit seinen Befürchtungen der Machtverlagerung durchaus recht. Damit stand im Einklang, dass Maxentius einen Sohn und Erben Romulus nannte. Berühmt sind noch heute die Ruinen der Maxentius-Basilika auf dem Forum, die er begonnen hatte und die unter Constantinus vollendet wurde. Auch an der Via Appia errichtete Maxentius einen bedeutenden Gebäudekomplex, der eine Kaiservilla, einen Circus und ein mächtiges Mausoleum umfasste.

Maxentius

Zur Münzgeschichte: Die Reduzierung des Follis im Jahre 306 n. Chr. von 10-11g auf etwa 6-7g wurde in allen Münzstätten der Tetrarchen durchgeführt. Der Durchmesser der Bronzestücke blieb, aber die Schrötlinge wurden dünner, und die Silberauflage verschwand völlig. Münzstätten waren Trier, Ticinum, Aquileia, Rom, Ostia, Carthago. Maxentius feierte einen Triumph über Severus. Er ließ Münzen mit der Inschrift “Ewiger Sieg” (VICTORIA AETERNA) herausbringen.

Die üblichen Follisstücke mit dem Augustustitel betonen durch ihre Münzbilder (Dioskuren, Romatempel) die Bedeutung der alten Stadt und kommen recht häufig vor. Selten sind dagegen alle Gold- und Silberprägungen und Bronzeausgaben mit den Titeln PRINCEPS und CAESAR.

Maxentius


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