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Römische Kaiserzeit, Jovianus, Bronze 363-364, ss

Römische Kaiserzeit, Jovianus, Bronze 363-364, ss
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Produktbeschreibung

Jovianus 363-364. Bronze 28 mm 363-364 Thessalonika. Drapierte Büste r. mit Diadem DN IOVIANVS P F P P AVG / VICTORIA ROMANORVM Kaiser steht v.v. mit Victoria auf Globus und Standarte mit Christogramm, Mzz. RIC 234; sehr schön
grünbraune Patina

Zusatzinformation

Gebiet 1 Römische Kaiserzeit
Regent Jovianus
Regierungszeit 363-364
Nominal Bronze
Prägezeit 363-364
Münzstätte Thessalonika
Material AE
Erhaltung sehr schön
Katalog RIC 234
Gewicht 8,69 g
Durchmesser 28 mm
Artikelnummer 47280

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Historisch-Numismatische Hintergrundinformationen


Jovianus

Jovianus

Iovian wurde 331 in Sigidunum, dem heutigen Belgrad, geboren. Sein Vater Varronianus kommandierte ein Kadettenkorps, die Kader-schmiede für die kaiserlichen Eliteoffiziere. Auch Iovian trat in diese Einheit ein und machte dort Karriere. Im Jahre 363 hatte er den Titel eines "primicerius domesticorum" inne. Er war primus (erster) auf der cera (Wachsrolle = Stammrolle) und somit Kommandant dieser Truppe.

Jovianus

Als Kaiser Iulianus II. im März 363 zum Krieg gegen die Perser aufbrach, war auch Iovian in seinem Gefolge. Der Feldzug verlief für die Römer enttäuschend. Sie konnten die persische Hauptstadt Ktesiphon nicht einnehmen und während der Rückzugsgefechte wurde Iulianus so schwer verwundet, daß er am 26.Juli 363 bei Maranga am Tigris starb. Am nächsten Tag wählten die Offiziere FLAVIUS IOVIANUS zum neuen Herrscher des Reiches.

Jovianus

Der neue Kaiser sah sich als erstes gezwungen, einen Frieden mit dem persischen König Shapur II. auszuhandeln. Die von Diocletian eroberten Gebiete jenseits des Tigris wurden aufgegeben. Die wichtigen Handelsstädte Nisibis und Singara in Mesopotamien fielen an die Perser. Das christliche Armenien wurde aus römischem Schutz entlassen und die Perser leisteten nun militärische Hilfe, die sie sich von den Römern gut bezahlen ließen. Ein schmachvoller Friede in den Augen der Römer, aber Iovian hatte wohl keine andere Wahl.

Die nächste Aufgabe des Kaisers war, innenpolitisch einen Ausgleich zwischen Heiden und Christen herbeizuführen. Iulianus II."Apostata" (der Abtrünnige) hatte als heidnischer Kaiser versucht, die Christen aus allen Ämtern zu verdrängen. Nur wer sich zur heidnischen, altrömischen Religion bekannte, konnte im öffentlichen Leben zu Rang und Namen kommen. Die von Iulianus eingesetzten hohen politischen Beamten beließ der neue Kaiser im Amt, wenn sie loyal zur neuen Regierung standen. Neubesetzungen nahm Iovian aber nicht mehr nach der Religionszugehörigkeit vor, sondern nur aufgrund der Fähigkeit des Bewerbers. Die Gegensätze zwischen "Heiden" und "Christen" sollten noch lange eines der großen innenpolitischen Themen Roms sein. In den Personalentscheidungen wies Iovianus seinen Nachfolgern den Weg zu einer maßvollen Religionspolitik.

Auch wenn Iovian für seine Regierungszeit große Pläne gehabt haben mag, er konnte nichts mehr in die Tat umsetzen. Am 17. Februar 364 starb er in Dadastana (beim heutigen Ankara in der Türkei) unter völlig ungeklärten Umständen. Allerdings trat der Tod nicht durch äußere Gewalteinwirkung ein - in jener Zeit ein seltenes Ereignis.

Zur Münzgeschichte:Während der kurzen Regierungszeit Iovians gab es keine Änderungen oder Neuerungen im bestehenden Währungssystem. Die von Iulianus neu eingeführte Großbronze wurde weitergeprägt. Das heidnische Symbol des Stieres wich allerdings dem Bild des Kaisers in einer Rüstung. Die Standarte des Kaisers trägt ein Christogramm, doch in der anderen Hand hält er die heidnische Siegesgöttin Victoria. So wurde auch in der Münzprägung das Nebeneinander der beiden Religionen propagiert.

Jovianus

Die Kleinbronzen tragen eine Votivinschrift. Zu Anfang einer Regierung wurden Weihungen an die Götter vorgenommen in der Erwartung, daß diese für ein Gelingen der Staatsgeschäfte sorgten - getreu dem Motto "do ut des" (gib, damit dir etwas dafür gegeben wird). Die Inschrift VOT V bezieht sich auf die "vota quinquennalia", Weihungen für fünf glückliche Regierungsjahre.


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