German English French Russian
Mein Warenkorb

Sie haben keine Artikel im Warenkorb.

Römische Kaiserzeit, Diocletianus, Antoninian um 290-292, vz+/ss-vz

Römische Kaiserzeit, Diocletianus, Antoninian um 290-292, vz+/ss-vz
90,00 €
inkl. 19% MwSt., zzgl. Versandkosten
Lieferzeit: 3–5 Tage
ODER

Produktbeschreibung

Diocletianus 284-305. Billon-Antoninian 24 mm um 290-292 Lyon. Drapierte und gepanzerte Büste r. mit Strahlenkrone IMP DIOCLETIANVS AVG / IOVI AVGG Jupiter l. mit Zepter und Statuette der Victoria auf Globus; davor zu seinen Füßen Adler l., Kopf r.; Mzz. P. RIC 28; vorzüglich + / sehr schön-vorzüglich
attraktives Portrait

Zusatzinformation

Gebiet 1 Römische Kaiserzeit
Regent Diocletianus
Regierungszeit 284-305
Nominal Antoninian
Prägezeit um 290-292
Münzstätte Lyon
Material Billon
Erhaltung vorzüglich + / sehr schön-vorzüglich
Katalog RIC 28
Gewicht 4,21 g
Durchmesser 24 mm
Artikelnummer 67579

Sie könnten auch an folgenden Produkten interessiert sein

Sasaniden, Schmuck, Gemme 3.-7. Jh.

Sasaniden, Schmuck, Gemme 3.-7. Jh.

170,00 €
inkl. 19% MwSt., zzgl. Versandkosten
Lieferzeit: 3–5 Tage
Römische Provinzialprägungen, Ionien, Ephesos, Marcus Antonius, Cistophor 39 v.Chr., s

Römische Provinzialprägungen, Ionien, Ephesos, Marcus Antonius, Cistophor 39 v.Chr., s

350,00 €
Differenzbesteuert gem. §25a UStG, zzgl. Versandkosten
Lieferzeit: 3–5 Tage
Litauen, Stefan Bathory, 3 Groschen 1582, ss

Litauen, Stefan Bathory, 3 Groschen 1582, ss

100,00 €
inkl. 19% MwSt., zzgl. Versandkosten
Lieferzeit: 3–5 Tage
Bundesrepublik Deutschland, 10 DM 1991, Brandenburger Tor, A, bfr., J. 452

Bundesrepublik Deutschland, 10 DM 1991, Brandenburger Tor, A, bfr., J. 452

11,00 €
inkl. 19% MwSt., zzgl. Versandkosten
Lieferzeit: 3–5 Tage

Historisch-Numismatische Hintergrundinformationen


Diocletianus

Diocletianus

Absoluter Herr und Reformer: Wie viele andere Soldatenkaiser jener chaotischen Zeit kam auch GAIUS VALERIUS DIOCLETIANUS, um 240 aus einfacher Familie in Dalmacien geboren, als Soldat über das Amt des Befehlshabers der Leibwache an die Spitze des römischen Staates.

Nachdem der Versuch des Kaisers Carus (282/3) mit seinen Söhnen Numerianus und Carinus eine neue Dynastie zu gründen, durch ihren vorzeitigen Tod gescheitert war - am Tode Numerians scheint Diocletianus nicht völlig unbeteiligt gewesen zu sein - beschritt der neue Kaiser einen anderen Weg zur Sicherung der Herrschaft: Diocletianus schuf die Tetrarchie (4 - Männerherrschaft), ein Kollegium aus je zwei Augusti (Diocletianus und Maximianus Herculius) und Caesares (Galerius Maximianus und Constantius Chlorus).

Diocletianus

Rom verlor seine Rolle als Hauptstadt. 4 neue Zentren hatten sie zu erfüllen, darunter insbesondere Trier und Nicomedia. Das Reich wurde in 100 Provinzen und 12 Diozösen neu gegliedert. Es wurde ein großer Beamtenapparat aufgebaut. Das Heer bestand nun aus 70 verkleinerten Legionen mit einer starken Kavallerie als Eingreifreserve. Ein Preisstopp und eine Währungsreform sollten die Inflation bekämpfen. Die Berufe wurden erblich, die Bauern an den Boden gebunden.

Darüberhinaus versuchten die beiden Augusti, die sich die Beinamen Jovius (Jupiter) bzw. Herculius (Hercules) zulegten, den Kaiserkult durch diese Gleichsetzung mit Göttern zu stärken. Das von ihnen entwickelte Hofzeremoniell stellte sie nunmehr eindeutig über ihre Untertanen. Dominus (Herr über Leben und Tod) hieß die neue Anrede. Im ganzen hatte sich das römische Imperium zu einem Zwangsstaat entwickelt. Immerhin konnte mit all den Maßnahmen eine innere und äußere Stabilität erreicht werden.

Mit der Errichtung des neuen Kaiserkultes und mit den Maßnahmen zur Konsolidierung des Reiches hingen auch die Christenverfolgungen zusammen, die unter Diocletianus erneut einsetzten und von Galerius Maximianus in besonders scharfer Form betrieben wurden.

Wie geplant, dankten nach einer fast 20-jährigen Regierungszeit die beiden Augusti ab (305), die Caesares sollten nachrücken und ihrerseits neue Nachfolger wählen. Als neue Caesaren gewählt wurden Severus II. und Maximinus II. Daia.

Diocletianus

Aber wie die nachfolgenden Ereignisse zeigten, funktionierte das System schon ein Jahr später nach Erlöschen der 2. Tetrarchie nicht mehr. Constantius Chlorus war gestorben (306) und man konnte sich zunächst auf keinen Nachfolger einigen. Wieder begann der Kampf der Herrscher untereinander. Nach seiner Abdankung zog sich Diocletianus als Privatmann nach Split (Jugoslawien) in seinen riesigen Palast zurück. Diocletianus musste noch einmal bei der Konferenz in Carnuntum eingreifen, wo eine gütliche Regelung der Nachfolge gelang. Er selbst jedoch übernahm kein Regierungsamt mehr. Er starb im Jahre 316.

Zur Münzgeschichte: Um die inflationäre Währung zu stabilisieren, standartisierte Diocletianus das ganze Münzwesen. Er führte einen Aureus (Gold zu 5,45 g), einen Argenteus (Silber zu 4,6 g) und eine völlig neue Bronzemünze ( Durchmesser zu Anfang ca. 28 mm), den Follis, ein. Die Abbildungen auf der Rückseite der Münzen wurden auf wenige Typen reduziert, die Portraits auf den Vorderseiten im Sinne des Kaiserkultes stilisiert. Alle Münzstätten (Rom, Lyon, Trier, Nicomedia, Antiochia, Alexandria u.a.) kennzeichneten die Münzen durch Buchstaben und Zahlen nach Ausgabeort, Werkstatt und Emission.


© MÜNZHANDLUNG RITTER 2018