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Römische Kaiserzeit, Licinius I., Follis 316-317, vz

Römische Kaiserzeit, Licinius I., Follis 316-317, vz
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Produktbeschreibung

Licinius I. 308-324. AE-Follis 21 mm 316-317 Alexandria. Kopf r. mit Lorbeerkranz IMP C VAL LICIN LICINIVS PF AVG / IOVI CONSERVATORI AVGG Jupiter l., hält Zepter und Globus, Adler mit Kranz im Schnabel zu seinen Füßen; Mzz., K-Kranz/X/B/ALE. RIC 18; vorzüglich

Zusatzinformation

Gebiet 1 Römische Kaiserzeit
Regent Licinius I.
Regierungszeit 308-324
Nominal Follis
Prägezeit 316-317
Münzstätte Alexandria
Material AE
Erhaltung vorzüglich
Katalog RIC 18
Gewicht 4,03 g
Durchmesser 21 mm
Artikelnummer 55162

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Historisch-Numismatische Hintergrundinformationen


Licinius I.

Licinius I.

Der um 265 n.Chr. in Dakien (Donauraum, Gebiete des heutigen Rumänien) geborene VALERIUS LICINIANUS LICINIUS diente als Offizier unter Galerius und nahm an dessen Feldzug gegen die Perser (298) teil. Nach der Abdankung des Diocletianus (305) und dem Tod des Constantius I. Chlorus (306) wurde er auf der Konferenz in Carnuntum (308) statt der eigentlichen Anwärter Constantinus I. bzw. Maximinus II. Daia als Nachfolger des Severus II. zum Augustus erhoben.

Licinius I.

Sein Herrschaftsbereich war zunächst auf Pannonien und Raetien beschränkt. Es gelang ihm auch nach dem Tod des Galerius (311) nicht, sofort die östlich des Hellesponts gelegenen Teile des römischen Reiches zu übernehmen. Dort behauptete sich vielmehr der seit 310 gleichfalls zum Augustus aufgestiegene Maximinus II. Daia. Licinius wandte sich Constantinus I. zu, der sich 312 im Westen gegen Maxentius durchsetzte (Schlacht an der milvischen Brücke).

Licinius I.

Licinius heiratete die Halbschwester des Constantinus I., Constantia, und einigte sich mit Constantinus I. 313 in Mailand auf das sogenannte Mailänder Toleranzedikt, das den Christen Freiheit und Gleichberechtigung gewährte. Mit Constantinus' Rückendeckung besiegte er 313 bei Adrianopel seinen letzten Gegner Maximinus II. Daia, dessen Frau und Kinder er umbringen ließ, wandte sich aber dann von Constantinus I. ab.

Osten und Westen des römischen Reiches standen sich also wieder, wie in der Zeit der ausgehenden republikanischen Zeit, gegenüber. Einen ersten Krieg verlor Licinius im Jahre 314 und musste fast die gesamte Balkanhalbinsel abtreten. Beide Kaiser ernannten ihre Söhne zu Caesaren und damit zu ihren Nachfolgern. Das dynastische Prinzip hatte sich wieder durchgesetzt.

Die große Entscheidung fiel 324 in Kleinasien in der Schlacht bei Chrysopolis, in der sich die wohl größten römischen Armeen gegenüber standen. Licinius verlor. Auf Bitten seiner Frau Constantia durfte der Besiegte als Privatmann nach Saloniki in die Verbannung gehen, wo er aber ein Jahr später trotz des Versprechens, ihn zu schonen, ermordet wurde.

Licinius I.

Sein Sohn Licinius II., dessen Mutter Sklavin gewesen und der 317 zum Caesar erhoben worden war, musste in den Sklavenstand zurückkehren. Im Jahre 336 ermordete man ihn in Karthago.

Zur Münzgeschichte: Seine Münzen, vor allem die Follis, wurden in allen Münzstätten des Reiches,wie sie seit der Reform des Diocletianus bestanden, geprägt. Trotz seiner Rivalität zu Constantinus I. blieb die Einheit der Währung gewahrt.


© MÜNZHANDLUNG RITTER 2017