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Römische Kaiserzeit, Antoninus Pius, Sesterz 139, ss

Römische Kaiserzeit, Antoninus Pius, Sesterz 139, ss
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Produktbeschreibung

Antoninus Pius 138-161. Messing-Sesterz 32 mm 139 Rom. Kopf r. mit Lorbeerkranz ANTONINVS AVG PIVS P P / TR POT COS II S C Thronende weibliche Gottheit l., hält Zepter, den l. Arm auf einem von zwei Füllhörnern ruhend, die den Stuhl bilden. RIC 548; sehr schön
dunkelgrüne Patina

Zusatzinformation

Gebiet 1 Römische Kaiserzeit
Regent Antoninus Pius
Regierungszeit 138-161
Nominal Sesterz
Prägezeit 139
Münzstätte Rom
Material Messing
Erhaltung sehr schön
Katalog RIC 548
Gewicht 24,60 g
Durchmesser 32 mm
Artikelnummer 62224

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Historisch-Numismatische Hintergrundinformationen


Antoninus Pius

Antoninus Pius

Pietätvoller und "guter" Adoptivkaiser Noch kurz vor seinem Tod bestimmte Hadrianus am 25.2.138 den bereits 51- jährigen TITUS AELIUS ANTONINUS zu seinem Nachfolger. Er war dazu gezwungen, weil Aelius, der eigentlich vorgesehene und adoptierte Thronfolger (Caesar seit 136), im Januar des Jahres 138 vorzeitig gestorben war. Hadrianus adoptierte Antonius unter der Bedingung, dass dieser seinerseits Marcus Aurelius und Lucius Verus adoptiert.

Hadrianus wollte die Thronfolge für das Reich über zwei Generationen sichern, ein Plan, der sich tatsächlich erfüllte. Der neue Kaiser Antoninus Pius, 86 n. Chr. in Lanuvium (in der Nähe von Rom) geboren, stammte von einer Familie aus der gallischen Provinz ab. Als er die Alleinherrschaft am 10.7.138 antrat, hatte er bereits eine erfolgreiche Beamtenlaufbahn hinter sich (120 Konsul, 134/135 Statthalter der Provinz Asia). Am Tage seiner Adoption wurde Antoninus Pius auch seine erste Tribunengewalt übertragen, ein Jahrestag, der für die Datierung von Münzen von Bedeutung sein kann, da bei ihm die Erneuerung der Tribunengewalt jeweils nicht wie sonst, ab 10. Dezember, sondern ab 25. Februar gerechnet wurde. Durch seine Heirat mit Annia Galeria Faustina der Älteren, die sehr begütert war, wurde er zu einem der reichsten Männer seiner Zeit.

Antoninus Pius

Zuerst trat Antoninus Pius im kaiserlichen Rat und im Senat für die Consecratio (=Vergöttlichung) des Hadrianus so entschieden ein, dass er den Beinamen Pius (= der Pietätvolle, das Andenken seines Vorfahren Wahrende) erhielt. Während seiner Regierung bestand ein harmonisches Verhältnis zum Senat, die Verwaltung war geordnet, die Rechtsprechung human - im Ganzen ein Zeitalter, das sprichwörtlich für Wohlstand und Frieden, ja Glück stand. Seine Außenpolitik sah ihre Aufgabe darin, die Grenzsicherungen weiter zu stabilisieren (z. B. Antoninus-Wall in Schottland). Er wahrte klug nach außen und innen den Frieden und konnte wegen seiner sparsamen Verwaltung einen Staatsschatz von 2 Milliarden und 700 Millionen Sesterzen für schlechte Zeiten ansammeln. Antonius unternahm jedoch weder große Reisen wie sein Vorgänger, noch folgte er dessen Vorliebe für das Griechentum. Konservativ eingestellt wie er war, versuchte er durch die 900-Jahr-Feier Roms (147) Erinnerungen an das alte Rom wieder aufleben zu lassen und durch die Erneuerung altitalischer Kulte und uralter Feste dem Eindringen orientalischer religiöser Vorstellungen, vor allem der Magna Mater (Cybele), vorzubeugen.

Antoninus Pius

Wegen seiner Bestrebungen, mit Rom und dem Kaisertum die Idee der Aeternitas (Ewigkeit) zu verknüpfen, wurde er als ein neuer Numa Pompilius (der Sage nach 2. etruskischer König, 7. Jh. v. Chr.) gefeiert. Dieser legendäre König galt den Römern als Inbegriff eines Friedensstifters, eines Begründers und Wahrers von Sitte, Recht und Ordnung.

Besonders auffällig waren die hohen Ehrungen, die Antoninus Pius seiner früh verstorbenen Gemahlin Faustina der Älteren zukommen ließ (Vergöttlichung, eigener Tempel und viele posthume Münzprägungen). Als er nach einer 23-jährigen Regierungszeit starb, wurde er im März 161 unter allen Ehren konsekriert und seine Asche im Hadriansmausoleum beigesetzt.

Antoninus Pius
Antoninus Pius

Zur Münzgeschichte: Die meisten seiner Prägungen stammen aus Rom. Ob auch in den Provinzen Reichsmünzen geprägt worden sind, ist unsicher. Im Ganzen fallen die Schrötlinge der Denare und Sesterzen nicht mehr so gleichmäßig rund wie unter Hadrianus aus, sondern eher oval oder unregelmäßig. Manchmal sind die Schrötlinge der Denare sehr knapp.


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