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Römische Kaiserzeit, Traianus, Aureus 112-114, ss/ss+

Römische Kaiserzeit, Traianus, Aureus 112-114, ss/ss+

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Produktbeschreibung

Traianus 98-117. Aureus 18,5 mm 112-114 Rom. Drapierte Büste r. mit Lorbeerkranz IMP TRAIANO AVG GER DAC P M TR P COS VI P P / FORVM TRAIAN Fassade des Trajansforums. RIC 257 vgl.; GOLD, sehr schön / sehr schön +, selten, kl. Kratzer auf der Wange
schöne Darstellung der Forumsfassade
Der Revers zeigt einen sechssäuligen Bau, der in seiner Gestaltung einem "Triumphbogen" nachempfunden ist und mit Statuen in vier Nischen und darüber fünf imagines clipeatae verziert ist. Auf der Attika steht in der Mitte der Kaiser in einem Sechsgespann, links und rechts je zwei Pferdeführer und Statuen von Mars und Minerva, dazwischen je eine Trophäe. Das Trajansforum, dessen Architekt der berühmte Apollodoros von Damaskus war, wurde 112 n. Chr. eingeweiht.

Zusatzinformation

Gebiet 1 Römische Kaiserzeit
Regent Traianus
Regierungszeit 98-117
Nominal Aureus
Prägezeit 112-114
Münzstätte Rom
Material Gold
Erhaltung sehr schön / sehr schön +
Erhaltungszusatz selten, kl. Kratzer auf der Wange
Katalog RIC 257 vgl.
Katalog 2 Calico 1031c
Gewicht 7,11 g
Durchmesser 18,5 mm
Artikelnummer 34161

Historisch-Numismatische Hintergrundinformationen


Traianus

Traianus

MARCUS ULPIUS TRAIANUS stammte aus Italica in Spanien, wo er am 18.9.53 n.Chr. geboren wurde. Er war der erste in der Reihe der sogenannten Adoptivkaiser, der aus einer Provinz und über die Adoption durch seinen Vorgänger an die Macht kam. Als Nerva 97 n.Chr. seine Wahl traf, hatte sich Traianus bereits hervorragend als Soldat und Beamter, aufsteigend bis zum Consulat 91, zuletzt als Stadthalter von Obergermanien, bewährt.

Traianus

Nach seinem Regierungsantritt (27.1.98 n.Chr.) sicherte der neue Kaiser vor allem die Rheingrenze, um dann an der unteren Donau den 1. Dakerkrieg gründlich vorzubereiten. Als Feldherr musste er erstmals mit einem Riesenheer (ca. 100 000 Mann) die Offensive über den Donaustrom vortragen. Nach schweren Kämpfen gelang es ihm 106 n.Chr., das Gebiet mit seinen Goldbergwerken (Siebenbürgen) und seiner kriegerischen Bevölkerung als Provinz Dacia dem Reich anzugliedern.

Sein siegreicher Unterfeldherr Cornelius Palma richtete bald darauf die Provinz Arabia (arabische Halbinsel und Teile Jordaniens und Syriens) ein, die Ausgangspunkt neuer Offensiven wurde. Von 114 an führte er dann einen erfolgreichen Partherfeldzug, bei dem er bis zum Persischen Golf (116) vorstieß und Mesopotamien, Assyrien und Armenien eingliederte, die aber später von Hadrianus wieder aufgegeben wurden. Als ein jüdischer Aufstand ausbrach, zeigte sich, daß die Kräfte des Reiches erschöpft waren und die Eroberungszüge beendet werden mussten. Noch auf dem Rückmarsch erlag der Kaiser in Selinus (Kleinasien, heutige Türkei) einem Schlaganfall. Die Grenzen der römischen Ausdehnung waren erreicht.

Die von Traianus auf dem Forum Romanum errichtete 38 m hohe Säule, deren Bilderfries in 155 Einzeldarstellungen von den Dakerkriegen berichtet, nahm in ihrem Sockel die Asche des Kaisers auf. Vom Senat und Volk wurde er wegen seiner Leistungen als der Princeps Optimus, der beste Kaiser, bezeichnet. Traianus leitete mit seiner Herrschaft eine der glücklichsten Epochen der römischen Antike ein. In Germanien gründete er die nach ihm benannte Stadt Colonia Ulpia Traiana, das heutige Xanten.

Zur Münzgeschichte: Die fast 20-jährige Regierungszeit sowie die vielen großen Feldzüge bewirkten, daß Traianus in allen Metallen (Gold, Silber, Bronze) und Nominalen (Aureus, Denar, Sesterz, Dupondius und As) umfangreiche Münzserien in Rom und Kleinasien prägte.


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